Kaiserhaus, Postparc, Arancini & Co
Gastro-News vom 27. Januar 2026
đ§đș Die Essenstipps zu den degustierten Bieren hat mir der Bier- und KĂ€se-Sommelier Mich Gfeller gegeben. Er veranstaltet mit Pierre Dubler am 12. Februar einen Bier- und KĂ€se-Event im Kursaal. Viele Foodies denken, dass Bier und KĂ€se nicht zueinander passen. Doch falsch gedacht: Gfeller erklĂ€rt in acht Runden, wie man die beiden Lebensmittel passend miteinander kombiniert. Noch hat er sich nicht entschieden, welche Biere und KĂ€se er auftischen wird. Er tendiere aber zu rassigen Sorten. Mutschli wirst du also vergebens suchen. đđ„ Das Restaurant Le Vivant hat kĂŒrzlich wieder mit einem Kartoffel-MehrgĂ€nger aufgetrumpft. Dabei habe ich den kulinarischen Direktor vom Kaiserhaus getroffen, das im April aufmacht. Florian Mainzger war in Arosa tĂ€tig, ist zweifacher Vater und hat bisher in der Spitzengastronomie gearbeitet. Nun freut er sich schampar, bald BodenstĂ€ndiges zu servieren. Seit November tĂŒftelt er in der Kaiserhaus-KĂŒche. Derzeit beschĂ€ftigt ihn, was eine perfekte Wurst ausmacht. Wer also, wie ich, vermutet hat, dass das Kaiserhaus auf Gault-Millau-Punkte und Michelin-Sterne aus ist, lag falsch. Das Kaiserhaus will Einfaches perfekt machen. đđŁ Im Postparc hat vorletzte Woche ein riesiges Gastroprojekt aufgemacht, mit einer rauschenden Eröffnungsparty. Auf 1â000 Quadratmetern hat die Familie Wiesner Gastronomie ihr 30. und 31. Lokal eröffnet: das Sushi-Konzept Negishi und das koreanische Miss MiĂč. Die eklektisch eingerichteten RĂ€ume waren bereits am Eröffnungswochenende ausgebucht, was an den generösen Rabatten fĂŒr FrĂŒhreservationen lag. Ein Gast sagte: «Das Nooch bekommt Konkurrenz.» Eine Aussage ĂŒber die der Inhaber Daniel Wiesner schmunzeln musste â gehört das Nooch doch ebenfalls ins Portfolio seines ZĂŒrcher Familienunternehmens. Mutig finde ich, dass im hinteren Teil des Raumes einmal im Monat Burlesque-TĂ€nzer*innen auftreten sollen. Das werde ich mir nicht entgehen lassen.
đđ Der Super Bowl ist hierzulande nicht so gross wie in den USA. Trotzdem kenne ich zahlreiche Sportliebhaber*innen, die sich deswegen die Nacht um die Ohren schlagen werden. Dieses Jahr findet das Finale der nordamerikanischen Football-Liga am 9. Februar statt. Der Koch Simon KrĂ€uchi nimmt dies zum Anlass, um die BarbiĂšre zu öffnen und ein passendes kulinarisches Programm zu bieten. Es gibt Buffalo Wings, MacânâCheese, Ribs und Bier. FĂŒr den Event musst du dich anmelden. đđŠȘ Viele Ă€ltere Semester erinnern sich, dass frĂŒher an der Front das beliebte Chez Edy war. Dieses Ă€nderte den Namen auf Moules Edy und zog ins Kirchenfeld, als die HĂ€user am BĂ€renplatz kernsaniert wurden. Nun hat das fĂŒr seine frischen Muscheln bekannte Lokal auch dort geschlossen. Stattdessen gibt es die Moules ab sofort jeden Dienstag im Restaurant zu Webern. Das Restaurant gehört Tobias Burkhalter, der bereits Moules Edy zusammen mit Christian Gfeller gefĂŒhrt hat. đđ In der Viktor Bistro BarÂ ĂŒbernehmen zum vierten Mal Gastköchinnen den Herd: Unter dem Namen «Sorelle di Sapore» kochen Maruska Houdijk und Janine Blatter bis Ende Februar am Viktoriaplatz. Houdijk hat ihr Handwerk im Hotel Restaurant Baseltor in Solothurn gelernt. Seither hat sie in diversen Berner Betrieben (Turnhalle, Löscher und Trallala) gekocht und fĂŒhrt heute die CafĂ©bar Fleuri im Botanischen Garten. Janine Blatter kennen viele aus dem Restaurant Löscher, wo sie seit 2019 Teil der GeschĂ€ftsleitung ist. Die beiden wagen im Viktor ein gastronomisches Experiment: Alles, was auf den Tisch kommt, wird ohne Besteck serviert und mit blossen HĂ€nden gegessen. LĂĄngos, Agnolotti oder Baba au Rhum â Grenzen kennen sie dabei keine. đ„đ§âđł FĂŒr sein Landhaus Liebefeld hat Tom Christen immer wieder unkonventionelle EinfĂ€lle. Im Dachstock des Restaurants, das zugleich ein kleines Hotel ist, finden regelmĂ€ssig Hochzeiten und Krimi-Dinner statt. Nun hat er ein Raclette-Pop-up lanciert. Wie der KĂ€se zubereitet wird, dĂŒrfte jeder Walliserin und jedem Walliser eine wahre Freude sein: Der halbe Laib wird eingespannt, am CheminĂ©e bei offenem Feuer geschmolzen und aufs Teller gestrichen. Das Pop-up lĂ€uft bis Ende Februar. đźđčđ„Ș In der Welle 7 gibt es einen Wechsel: Ab Februar werden Arancini & Co. dort einen Laden ĂŒbernehmen. Angeboten werden â wer hĂ€tte es gedacht? â Arancini (frittierte, gefĂŒllte ReisbĂ€llchen), Focaccia und italienisches SĂŒssgebĂ€ck. Du fragst dich jetzt wohl: Warum schon wieder italienisches Essen? Weil es einfach das Beste ist und es bisher kein Ă€hnliches Konzept fĂŒr italienisches Street Food gab. Wobei: Focaccia-Konkurrenz gibt es in nĂ€chster NĂ€he, in der Miguâs Bar am Hirschengraben.
Das Beste zum Schluss: đđȘ Viele Unternehmen bringen sich in Position fĂŒr den umgebauten Berner Hauptbahnhof. Beispielsweise die vegane BĂ€ckerei Bakery Bakery, aber auch das ZĂŒrcher Unternehmen Tiny Fish, das Sushi als praktische Rollen verkauft. Derweil sind andere Baubewilligungen oder VertrĂ€ge noch nicht in trockenen TĂŒchern. Ich bin gespannt auf das neue gastronomische Angebot rund um den Berner Hauptbahnhof.
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