Aron Fahrni, Para-Snowboarder
Seit dieser Woche ist klar: Der Para-Snowboarder Aron Fahrni vertritt die Schweiz an den Paralympics 2026 in Cortina. Für ihn ist es die Krönung seiner bisherigen Karriere.
«Jede Person ist wertvoll», sagt Aron Fahrni. Und jede Person könne der Gesellschaft etwas weitergeben. Aron Fahrni will den Spitzensport nutzen, um dieses Anliegen voranzutreiben. An den Paralympics in Cortina wird er in wenigen Tagen dazu die grösstmögliche Bühne haben.
Dabei kam Aron Fahrni aus Oberthal in der Nähe von Grosshöchstetten eher durch Zufall zum Spitzensport. 2020 nahm er an einem J+S-Kurs im Snowboard teil, als Nationalcoach Silvan Hofer auf ihn aufmerksam wurde. Rückblickend sagt er: «Der Spitzensport hat mich gefunden und nicht ich ihn».
Dass Fahrni heute auf die Karte Wintersport setzt, ist keine Selbstverständlichkeit in Anbetracht seiner Lebensgeschichte: Als sechsjähriger Bub verwickelte sich sein linker Arm in der Umlenkrolle eines Schlepplifts. Beim Unfall wurden sämtliche Neven durchtrennt. Doch schon im Jahr darauf stand Fahrni wieder auf den Skiern.
Heute gehört der Emmentaler im Para-Snowboard zur Weltspitze: Bei der WM 2023 im spanischen La Molina konnte er zum ersten Mal auf allerhöchstem Niveau Podestplätze erreichen. Im Snowboard Cross sicherte er sich die Silbermedaille und im Banked Slalom fuhr er zu seiner ersten WM-Goldmedaille. An der WM 2025 in Big White (Kanada) konnte der 27-Jährige diese Erfolge bestätigen und gewann Silber. In der zu Ende gehenden Saison 2025/2026 gelang Fahrni sogar der Gesamtweltcupsieg. Sowohl im Banked Slalom als auch im Snowboard Cross liess er die Konkurrenz hinter sich.
Und nun wartet Cortina auf ihn: «Ich will meine beste Leistung abrufen», sagt Fahrni diplomatisch. Es gebe zu viele Faktoren, um eine fixe Platzierung als Ziel auszurufen. Das gehe vom Schlaf und Ernährung in den Tagen vor einem grossen Wettkampf bis zur richtigen Materialwahl. Fahrni tritt auch beim Snowboardcross an, bei dem die Fahrer*innen gleichzeitig auf dem Kurs gegeneinander antreten: «Passt du einen Augenblick nicht auf, fährt dir jemand übers Bord und du bist draussen», sagt Fahrni. Am 7. März wird es in Cortina ernst für ihn. Dann steht sein erster paralympischer Wettkampf auf dem Programm.
Egal welches Ergebnis am Ende in Italien für ihn herausspringt – in der Schweizer Sportwelt ist Fahrni schon fest verwurzelt. Er durchlief die Spitzensport-RS und trainiert immer wieder mit dem Europacupteam von Swiss Snowboard, in dem Athlet*innen ohne Einschränkungen aktiv sind. Auch 2026 ist das immer noch keine Selbstverständlichkeit. Aron Fahrni wird am 7. März in seinen ersten Wettkampf an den Paralympics 2026 starten. Das Rennen ist live auf SRF Sport im Webstream zu sehen – täglich um 20.10 Uhr informiert eine Abendsendung von SRF2 über den Wettkampftag. Weitere Infos zum paralympischen Programm kannst du hier abrufen.
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