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Kopf der Woche: Annelis Lüscher Hämmerli

Die Biologin und Risikomanagerin Annelis Lüscher Hämmerli wird die neue Verwaltungsratspräsidentin der BEKB.

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(Bild: zvg)

Von 1978 bis 2000 war auf der Schweizer Tausendernote eine Ameise abgebildet. Bis heute nennen manche Menschen sie deshalb «Ameise», auch wenn dort längst keine mehr zu sehen ist. 

Auch für Annelis Lüscher Hämmerli gibt es Gemeinsamkeiten zwischen Ameisen und Geld: «Grundsätzlich sind Bewegungen von Aktienmärkten nicht anders als Bewegungen von Ameisen, die hin- und herlaufen. Die Methodik der Analyse ist genau die gleiche», wurde sie in der Handelszeitung einst zitiert. Nun ist die 50-Jährige designierte neue Verwaltungsratspräsidentin der Berner Kantonalbank BEKB.

Ihr Vergleich mit der Fauna kommt nicht von ungefähr. Vor ihrer Ausbildung und Tätigkeit als Risikomanagerin studierte Lüscher in Bern Biologie und promovierte anschliessend in Limnologie – der Wissenschaft von Binnengewässern in Ökosystemen – am Max-Planck-Institut in Plön. In der Forschung wollte sie nicht bleiben. Sie landete beim Versicherungswesen, zuerst bei der Swiss Life. Seit 2020 ist sie Finanzchefin bei der Helvetia Gruppe. Dazu betonte sie im selben Interview, sie nutze lieber die «kollektive Intelligenz», als alles top-down zu bestimmen.

Im Verwaltungsrat der BEKB sitzt Lüscher seit 2019. Und ist nun die Wunschnachfolgerin der jetzigen Präsidentin Antoinette Hunziker-Ebneter, die im Mai 2026 nach elf Jahren im Präsidium zurücktritt. 

Annelis Lüscher wird spätestens dann ihre Tätigkeit bei der Helvetia Gruppe beenden. Bereits im April war im Zusammenhang mit der Fusion von Helvetia und Baloise kommuniziert worden, dass die Finanzchefin auf eigenen Wunsch aus der Konzernleitung ausscheiden werde. 

Die Verwaltungsratspräsidentin der BEKB erhält für ihre Tätigkeit eine Vergütung von 400’000 Franken im Jahr. Sie ist dafür zuständig, die Kantonalbank strategisch zu führen – und dabei insbesondere die Beziehungen zur Politik zu pflegen, da die Bank dem Kanton gehört. Ob ihr dazu auch eine Analogie aus dem Tierreich einfallen wird?

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