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Lokero Bistro, Mekong Beizli, Myle

Gastro-News vom 9. März 2026

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(Bild: Silja Elsener)

⭐👨‍🍳 Der Frühling bringt gleich noch eine Neueröffnung mit sich: Markus Arnold hat das neue Lokal Myle letzte Woche eröffnet. Der Sternekoch weiht den Betrieb beim Baldachin mit einem Menü aus São Paulo ein. «Stillstand ist keine Option. Wir gehen lieber voran», sagt der 17-Punkte-Chef, der in Bern mit sehr viel Talent und ebenso viel Selbstvertrauen seit Jahren Trends setzt, liest man auf dem «Gault Millau»-Channel. Einer dieser Trends ist, das Menü im Voraus zu bezahlen. Das abendliche Mehrgangmenü kostet 159 Franken (mit Online-Rabatt), für kleinere Budgets gibts ein Angebot an der Bar, das reicht von Chicken Karaage bis Mini-Burger. Das ist schlau, so verlieren die Leute ihre Angst vor Sterne-Betrieben.

🐔🍔 Für die schnellen Essen und Poulet-Liebhaber*innen gibts an der Murtenstrasse eine neue Adresse: Crispy heisst das Konzept, knusprig sehen auch die Gerichte aus. Das Essen ist halal und das Chicken wird als Nuggets, in Burgern und auf Bowls serviert. Die Betreiber versprechen zudem: Das Fleisch sei frisch und werde nicht tiefgefroren.

🍲🥬 Das koreanische Namsan, das in der Lorraine einen Standort hat, hat letzte Woche in der Innenstadt eröffnet. Genauer in der Neuengass-Passage, das Lokal heisst Namsan City.

🏰🌳 Als Testbetrieb war die Cafébar Pinprinza vergangenen Sommer im Schloss Bümpliz zuhause. Nun wird aus dem Pop-up ein fixer Gastrobetrieb mit ganzjährigem Programm am selben Standort. Die Wiedereröffnung ist für den 1. Mai geplant. Den Betrieb führt unter anderem Manuel Michel, der auch bei der «Hauptstadt» im Marketing tätig ist.

🍻🎉 Meine gastronomische Gwundernase durfte ich kürzlich bei Lena Denier, Micha Dietschy und Boris Mettraux stillen. Das Gastro-Trio, das man aus der Burgunder Bar und der Buvette im Lorrainebad kennt, hat mir ihr neues Lokal gezeigt. Sie richten an absoluter Toplage am Hirschengraben derzeit ihr Lokero Bistro ein. Von der Decke baumeln Lampen, die aus Vinyl-Platten bestehen. Die Bar und Küche stehen im Raum, noch fehlen der Holztresen und die Kunst von Blackyard. Drinnen werden ab Ende April 66 Gäste Platz finden. Das Beste: Das Lokero hat auf drei Seiten eine grosse Terrasse. Ich freue mich schon jetzt aufs People Watching und die Sundowner.

🌸😭 Doch nicht allen gehts gut: Thi Le Thao Huynh, auch als Shor-t bekannt, rief mich völlig aufgelöst an. Sie und ihre Familie schliessen nach 26 Jahren am Kornhausplatz ihr Mekong Beizli. Ende März ist Schluss. Vor wenigen Jahren haben sie wunderschön umgebaut, doch Löhne, Miete und Produkte seien einfach viel teurer geworden. Und zahlen wolle das kein Gast. Das Mekong ist so beliebt, dass das Lokal im Winter zwei Seatings macht, damit möglichst viele Gäste essen kommen können. Im Sommer hingegen fehlen ihnen die Aussensitzplätze. So kann man nicht geschäften, bilanziert Shor-t.

🧀♥️ Der Störkoch und Buchautor Robert Riesen und der Käser Christoph Räz bieten in der Käserei Uettligen Käsekurse an. Wer schon lange mal wissen wollte, wie die Milch sich in Käse verwandelt, dem empfehle ich diesen zu besuchen. Für mein Masterstudium war ich am HAFL in Zollikofen käsen, das war sehr lehrreich. Bei Riesen dauern die Kurse zum Glück nicht eine ganze Woche. Nach fünf Monaten Reifezeit holt man einen mutschli-ähnlichen Käse namens Knutsch ab.

🥦🌍 In der Aarbergergasse hat das Eventlabel Mosaik seinen Club Sir Edward Rabe geschlossen. Im ehemaligen Club wird ein Laden einziehen. Der Name: Kiss the Ground. Zwölf Mal gibt es den bereits in der Schweiz, oder besser in der Romandie. Das Konzept passt zu Bern: immer Bio, ohne Flugwege, saisonal und regional.

🎥💦 Wie ich im Gastro-Brief #11 vermeldet habe, will Christian Lutz im Restaurant Cinématte kürzertreten. Nach 25 Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem gleichnamigen Kinobetrieb hat er dort viel erlebt. Wie ich in seinem letzten Newsletter gelesen habe, haben die Kinobetreiber*innen nun das Gastrolokal selber übernommen. An alle Arbeitgebenden unter euch: Lutz sucht immer noch eine Büez.

👭🍫 Am 27. März bin ich mit meiner Kochbuch-Co-Autorin Camilla Landbo und dem Schokoladenexperten Karl Rechsteiner auf  Stadttour. Wir besuchen Stationen aus unserem Buch, essen Käse, Sauerkraut, Rösti, Schoggi und Glace, trinken uns mit Berner Getränken durch die untere Altstadt. In sieben Gängen werden wir Anekdoten erzählen, die du bestimmt noch nicht kennst. Kommt du auch mit auf den Schmatziergang?

Das Beste zum Schluss: 

🍕🤩 Für den Gastro-Brief #4 habe ich Pizza gehabbert. Seither sind mir noch viel mehr Lokale aufgefallen. Eines, das ich erst kürzlich so richtig schätzen gelernt habe, ist das Gio Pizza in der Lorraine. Dort sind Stefano Marsano und Gessica Cucuzza am Werk. Sie beeindrucken mich nicht nur mit ihren feinen Pizzen, sondern auch, weil sie zusammen zwei Kinder haben, beide nach Feierabend ihrer Vollzeitstelle auch noch von Grenchen nach Bern fahren, um Pizza zu backen. Alles nur für ihr Gio. Unglaublich!

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