Kopf der Woche: Sabine Reber

Wenn die Gartensaison anfängt, ist es beruhigend, in ein Buch der Berner Gartenexpertin Sabine Reber zu schauen.

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(Bild: Stöh Grünig)

Das Gartenfieber ist ausgebrochen. Gartenzentren und Supermärkte verkaufen Setzlinge, Samen, Erde und gerne auch gleich ein kleines Glücksversprechen: Jede*r kann gärtnern.

Nur wenn es ums Konkrete geht, wird es etwas anstrengend. Jäten, Schnecken bekämpfen, Boden pflegen: Im Garten erleidet man zwangsläufig Rückschläge. Da hilft es, ein Buch von Sabine Reber zur Hand zu haben. Die Bernerin ist so etwas wie die Gärtnerin der Nation. Von Haus aus Dichterin, schreibt die 54-Jährige in Kolumnen und Büchern sehr anschaulich übers Gärtnern. Und es stellt sich der wohltuende Effekt ein: Es ist alles okay, man muss weder perfekt jäten, noch die richtigen Nachbarn nebeneinander pflanzen. Und wenn es in diesem Jahr nicht klappt, dann vielleicht im nächsten.

Ihr neuestes Werk «Der essbare Garten» (Verlag Schweizer Landliebe) ist eben herausgekommen. Es geht darin um Tipps, wie man auch in Zeiten der Klimaerwärmung Freude an den Pflanzen im Garten haben kann. Eine von Rebers Erkenntnissen: auf mehrjährige Pflanzen setzen. Rhabarber kennen wir alle (und man kann auch ihre Blüten essen, wie Sabine Reber schreibt), beim ewig weiter wachsenden Baumkohl sieht es vermutlich schon anders aus, ebenso beim Hirschhornsalat.

Nur selber kann Sabine Reber momentan nicht auf mehrjährige Pflanzen setzen: «Ich bin eine Gartennomadin wider Willen», sagt sie. Zwar pflegt sie einen Permakulturgarten am Bielersee, aber der gedeihe auch ohne sie. «Ich bin eigentlich auf der Suche nach einem längerfristigen Garten», sagt Reber, die zwischen Gstaad und Bern pendelt. Denn die Freude am Garten, die spüre sie immer noch wie am ersten Tag.

Einen Tipp hat sie übrigens noch für Gartenneulinge: «Kauft nicht schon halb kaputte Setzlinge im Supermarkt. Gesunde Pflanzen und gute Sorten, das ist schon die halbe Miete.» Danach müsse man eigentlich nur noch Giessen. Los geht's!

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