Kopf der Woche: Steff la Cheffe

Rapperin Steff la Cheffe veröffentlicht ihren ersten Song seit zweieinhalb Jahren. Und arbeitet mit einer grossen Gruppe zusammen, über die sie noch nicht viel verraten will.

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(Bild: Rouven Niedermaier/zvg)

Steff la Cheffe hat wenig Zeit, denn sie ist gerade im Studio. Woran die Berner Rapperin dort genau arbeitet, will sie nicht verraten. Aber die Vermutung liegt nahe, dass es etwas mit dem Song zu tun hat, der vor einer Woche erschienen ist.

«Rooftops» heisst er und ist eine Zusammenarbeit mit dem Berner Rapper Z The Freshmen und einer Gruppe mit dem Namen Vernisage. «Rooftops» ist ein gut gelaunter Rap-Song mit Lyrics, die wie locker hingeworfen wirken, und doch Tiefgang entwickeln. Lebensbejahend und sommerlich.

Es ist Steff la Cheffes erster Song nach zweieinhalb Jahren Funkstille. Nur Privatkonzerte gab sie in dieser Zeit. Die 38-Jährige ist in den letzten Jahren viel gereist. Sehr viel: Sie war auf verschiedenen Karibikinseln, im Süden Mexikos, in Las Vegas, Costa Rica, Indien und Ägypten. Seit letztem Frühsommer ist sie wieder hier in Bern.

Und seither mit dem Projekt Vernisage beschäftigt, initiiert von Dr. Mo und Produzent Ben Mühlethaler. Sie beschreibt es als «grosse Gruppe von verschiedenen MCs und Produzenten, nicht grad ein Fussballteam, aber schon einige».

Vernisage hat in diesem Jahr schon vier Songs veröffentlicht, darin zu hören sind etwa auch Lo & Leduc, Alwa Alibi und San Mattia. In nächster Zeit werde es laufend neue Songs geben, auch mit weiteren Rapper*innen, sagt Steff la Cheffe. «Es war von Anfang an klar, dass wir etablierte Künstler*innen und junge Talente zusammenbringen wollen. Beide profitieren davon: Die Älteren haben mehr Erfahrung und einen Namen, die Jungen haben die Freshness. Mich inspiriert das sehr.»

Und diesen Sommer gibt es auch wieder öffentliche Auftritte von Steff la Cheffe: Auf dem Bundesplatz im Rahmen der Frauen-Fussball-Europameisterschaft, sowie zwei Konzerte in der Mühle Hunziken. «Ich bin voll in der Musik und habe gar keine Zeit für einen Brotjob», sagt Steff la Cheffe. Wenn sie mal den Kopf auslüften müsse, gehe sie in den Familiengarten, den sie mit ein paar Freund*innen bewirtschafte. «Als nächstes wollen wir das Kräutergärtli erweitern», sagt sie, bevor sie zurück ins Studio muss.

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