Im Banne des Verkehrs
Im Wankdorf brummt die Wirtschaft. Sie soll weiter wachsen. Das erzeugt Verkehr, der den «Spaghetti»-Autobahnanschluss in den Fokus rückt und die Stadtregierung unter Druck setzt.
Hier arbeiten über 30’000 Menschen. Hier halten jeden Tag gegen 400 S-Bahn-Züge. Hier rollen täglich 67’000 Motorfahrzeuge. Und hier werden in den nächsten Jahren noch einmal Tausende Arbeitsplätze und Wohnraum entstehen: Das Wankdorf ist ein spektakulär wachsender Teil der Stadt Bern und ein wirtschaftlicher Leuchtturm des ganzen Kantons. Er bringt Nutzen – zum Beispiel Steuereinnahmen. Er ruft aber auch schwer zu bändigende Belastungen hervor – zum Beispiel Mehrverkehr.
Sollen Wirtschaft und Bevölkerung im Wankdorf in den nächsten Jahren weiterwachsen wie geplant, sei der Ausbau des Autobahn-Anschlusses Wankdorf – wegen seiner vielen Zufahrten Spaghettiteller genannt – Bedingung dafür. So sieht es der Bund. So sieht es der Kanton. So sieht es die Regionalkonferenz.
Die rot-grün dominierte Regierung der Stadt Bern hingegen ist nach dem nationalen Abstimmungssieg der Autobahn-Kritiker*innen Ende 2024 und heftigem lokalem Widerstand aus dem rot-grünen Lager zum Spaghettiteller-Ausbau auf Distanz gegangen. Und trotzdem sieht es nun immer weniger danach aus, als könne und wolle sie der Erneuerung des Autobahn-Anschlusses im Weg stehen.
Diese Woche ist die «Hauptstadt»-Redaktion wieder unterwegs. Sie arbeitet im Wankdorf und setzt sich mit unterschiedlichen Aspekten des dynamischen Quartiers auseinander. Wir besuchen den jüdischen Friedhof, tauchen in die Arbeitswelten und den Pendler*innen-Alltag ein und schauen uns vor Ort in der urbanen Landi-Filliale um. Wir verbringen zwei Arbeitstage im Büro der Co. Architekten an der Stauffacherstrasse (Bild), ehe wir zu den Kolleg*innen der Redaktion Bern der Nachrichtenagentur Keystone-SDA wechseln, die gleich vis-à-vis der Konzensitze von SBB und Post arbeiten. (jsz)
Um die verworrene Situation einordnen zu können, hilft es, kurz in der städtischen Wirtschaftsgeschichte zurückzublicken. Warum im Wankdorf die Post abgeht, hat paradoxerweise damit zu tun, dass vor 40 Jahren Jahren ökologisches Nachhaltigkeitsdenken Fuss zu fassen begann.
Stadt und Kanton vereint
In den 1980er-Jahren hatte die Stadt Bern ein drängendes Problem. Mit dem wachsenden Dienstleistungssektor gab es im Zentrum immer mehr Büros, die begannen, in der Länggasse oder im Mattenhof günstigen Wohnraum zu verdrängen. Die damals noch bürgerlich regierte Stadt gebot dem radikal Einhalt: Sie schrieb in den Quartieren einen Mindestanteil an Wohnnutzung vor. Das verhinderte rechtzeitig, dass alte Häuser im grossen Stil abgerissen und durch Büro-Renditebauten ersetzt wurden. Und sorgte dafür, dass Lorraine, Länggasse oder Breitenrain heute hippe Wohnquartiere sind.
Voraussetzung dafür war allerdings: Man musste Methoden finden, die Wohnquartiere vor Autoverkehr zu schützen. Und deshalb irgendwo in der Stadt Platz schaffen, wo wirtschaftliche Entwicklung mit all ihren Auswirkungen stattfinden kann.
Dass zur selben Zeit der Kanton Bern ähnliche Gedanken wälzte, war wohl eher ein Zufall. Berns Wirtschaft lahmte, und der Kanton suchte Wege, um sich zu dynamisieren. 1989 lancierte der Regierungsrat deshalb das Programm der wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkte (ESP) im ganzen Kanton. Er traf sich damit punktgenau mit den Interessen der Stadt Bern, die auf konzentrierte Wirtschaftsstandorte setzte, die wie Ventile den Druck aus den Wohnquartieren nehmen.
Die Rechnung ging auf: In den letzten vier Jahrzehnten ging kein anderer ESP so durch die Decke wie der Premium-Standort Wankdorf. Das nützt dem bürgerlich dominierten Kanton genauso wie der rot-grünen Stadt.
Grüne Grundidee
Hinter dem Konzept Entwicklungsschwerpunkt steckt ein grüner Wachstumsgedanke: Man konzentriert wirtschaftliche Aktivitäten in hoher Dichte an Standorten mit optimaler ÖV-Erschliessung. Das ist interessant für Investor*innen, Unternehmer*innen, Veranstalter*innen, minimiert aber gleichzeitig die Zunahme des Motorfahrzeugverkehrs genauso wie die landschaftsfressende Zersiedlung.
Was einleuchtend tönt, ist ein behördlicher Kraftakt: Damit ein ESP funktioniert, müssen Bewilligungen, Planungen und politische Entscheide aller beteiligten Player aufeinander abgestimmt werden.
Im Falle des ESP Wankdorf ist das besonders kompliziert: Denn sein Territorium ist gross. Es zieht sich in einem weiten Bogen um die beiden Allmenden und die Autobahn. Zum ESP Wankdorf gehören die Sportstadien von YB und SCB sowie das Bern-Expo-Gelände, aber auch das Gebiet um den S-Bahnhof mit den Konzernsitzen von Post und SBB. Dazu kommen angrenzende Gewerbeareale in Ittigen, Ostermundigen und im Schermenareal bei der Waldau ebenso wie die Verwaltungs- und Militärbauten im Breitenrain. Ebenfalls zum ESP Wankdorf zählt der bisher nicht überbaute Springgarten vis-à-vis des Eisstadions.
Das heisst: Wenn im ESP Wankdorf etwas laufen soll, müssen Kanton, Regionalkonferenz, die Stadt, die Gemeinden Ittigen und Ostermundigen sowie dominante Bodenbesitzer*innen wie die Burgergemeinde auf die gleiche Linie gebracht werden. So unmöglich es tönt: Im Wankdorf funktioniert dieser Meccano seit 30 Jahren.
Die öffentliche Hand schuf Verkehrsinfrastruktur, etwa den S-Bahnhof Wankdorf (2008) und dessen Erschliessung durch das Tram (2012), aber auch den 90 Millionen Franken teuren, doppelstöckigen Strassenkreisel auf dem Wankdorfplatz (2012). Parallel dazu drehte die Wirtschaft auf: Am Guisanplatz entstand mit dem Novotel eines der grössten Hotels in Bern (2004), das Wankdorfstadion mit Mantelnutzung wurde gebaut (2005), der Postfinance-Tower hochgezogen (2013), die Festhalle ersetzt (2025).
Regelmässig erscheinende Monitoringberichte des Kantons dokumentieren die Entwicklung: Die Zahl der Arbeitsplätze im ESP Wankdorf hat seit 2011 von 20’000 auf heute über 30’000 zugenommen. Und dabei wurde der grüne ESP-Grundgedanke aus Sicht der Stadt Bern nicht verraten: Trotz Verkehrswachstum ist die Belastung durch Autos auf dem innerstädtischen Netz tendenziell zurückgegangen, die Wohnquartiere sind grösstenteils geschützt geblieben.
Die Hauptgründe dafür: Es gelang einerseits, einen immer grösseren Teil des Verkehrs über Bahn, Bus und Tram abzuwickeln. Und andererseits den überregionalen Motorfahrzeugverkehr über die Autobahn zu- und abfliessen zu lassen. Ingesamt ist der Autoverkehr im ESP-Perimeter trotz Wirtschaftswachstum sogar zurückgegangen.
Überlastet oder nicht?
Trotzdem hat dieses weitgehend harmonische Miteinander in den letzten Jahren Risse erhalten. Grund ist der Autobahnanschluss Wankdorf. Aus der Sicht des ESP ist er überlastet und in seiner heutigen Form dem Mehrverkehr nicht mehr gewachsen, den die bereits bewilligten zusätzlichen Arbeitsplätze und Wohnungen im ESP bringen werden. Dazu gehören etwa der vorgesehene Ausbau der Mantelnutzung beim Wankdorfstadion, die sich bereits im Bau befindliche Siedlung Wankdorf-City 3 oder die geplante «Quartierstadt Wankdorf» ums Wifag-Areal und die Wankdorffeldstrasse.
Bekannt ist der Autobahn-Anschluss Wankdorf, der am Rand der beiden Allmenden liegt (Bild), als Spaghettiteller, weil die diversen Zu- und Abfahrten gerollt sind wie Spaghetti. Mit dem 250 Millionen Franken teuren Umbauprojekt sollen es mehr davon werden: Es kämen drei neue Zu- und Abfahrtsrampen dazu, zudem würde das Berner Expogelände mit einer Spur direkt von der Autobahn erschlossen. Vorgesehen sind auch eine Velobrücke über die Autobahn und bessere Fussgängerverbindungen.
Durch die Entflechtung der heute oft verstopften Spuren auf dem komplexen Verkehrsknoten soll es weniger Rückstau bis auf die Autobahn geben. Das vermindert den Zeitverlust im Verkehr und verringert die Unfallgefahr, erhöht aber auch die Kapazität. Eine vom Bundesamt für Strassen (Astra) selbst in Auftrag gegebene Studie kam 2023 zum Schluss, dass der umgebaute Anschluss zu Mehrverkehr führen kann, wenn nicht flankierende Massnahmen ergriffen werden. Das hatte damals die «Hauptstadt» publik gemacht.
Nachdem Bundesrat Albert Rösti (SVP) vor knapp einem Jahr die grunsätzliche Genehmigung erteilt hat, setzt das Astra derzeit aber die Planungsarbeiten für den Spaghettiteller fort.
Gemäss dem Ende 2025 definitiv genehmigten Richtplan, mit dem der Kanton den Entwicklungsschwerpunkt Wankdorf steuert, gehört der Umbau des Anschlusses Wankdorf deshalb zu den wichtigsten Massnahmen. Die zusätzlichen Kapazitäten müssten bis 2030 zur Verfügung stehen, wenn man sicher sein wolle, dass der Schutz des Nordquartiers vor Mehrverkehr gewährleistet bleibe, steht sinngemäss im Richtplan. Namentlich gehe es auch darum, die Papiermühlestrasse zu entlasten, damit der ÖV weniger behindert werde.
Diesen Grundsatz hat auch die Regionalkonferenz – die Kooperationsplattform von 74 Gemeinden rund um Bern – im kürzlich eingereichten Agglomerationsprogramm 5. Generation verankert: Sie rechnet bis 2040 in der Agglomeration Bern mit einem starken Bevölkerungs- und Beschäftigtenwachstum und entsprechender Verkehrszunahme.
Deshalb hat die Umgestaltung des Anschlusses Wankdorf für die Regionalkonferenz «hohe Priorität», wenn die Ziele des ESP – Wirtschaftsentwicklung bei gleichzeitigem Schutz der Wohngebiete vor Autoverkehr – nicht kompromittiert werden sollen. Zudem gehe es darum, nicht nur den Breitenrain vor Mehrverkehr zu bewahren, sondern auch die Gemeinden Ittigen und Ostermundigen.
Empörte Wirtschaft
Druck setzt neuerdings die lokale Wirtschaft auf: Gut ein Dutzend Unternehmen aus den Gewerbegebieten Schermen (Bern) und Mösli (Ostermundigen) verlangen in einem letzte Woche publizierten offenen Brief den «möglichst raschen Bau» des erneuerten Anschlusses Wankdorf.
Unterzeichnet haben den Brief Unternehmen wie das Verlags- und Kommunikationsunternehmen Stämpfli, die Bäckerei Reinhard, die Emmi AG, die Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD Waldau) oder der Lastwagen-Interessenverband Astag. Sie seien in «Sorge über die Verkehrssituation im Nordosten der Stadt und die politische Diskussion darüber». Seit Jahren sei bekannt, wie ungenügend, überlastet und gefährlich die Lage um den Anschluss Wankdorf sei. Nicht nur der Wirtschaftsverkehr sei mit Wartezeiten konfrontiert, sondern auch der ÖV auf der Strasse. Der Bau des Spaghettitellers bringe «nachhaltige Verbesserungen» und sei« ohne Verzug» umzusetzen.
So denkt auch der kantonale Bau- und Verkehrsdirektor Christoph Neuhaus (SVP). «Das System ist am Anschlag und braucht Entlastung, wenn wir im ESP weiterhin Dynamik wollen», sagt er zur «Hauptstadt». «Ich hoffe, dass nun auch in der Stadt Bern Vernunft einkehrt und sich diese Einsicht durchsetzt.»
Der Stadtberner Gemeinderat stand einst ebenfalls hinter dem Umbauprojekt für den Spaghettiteller. Doch das deutliche Nein des Stimmvolks am 26. November 2024 zu den nationalen Autobahn-Ausbauprojekten – zu denen der Anschluss Wankdorf allerdings nicht gehörte – führte zu einem Umdenken. Der am selben Tag neugewählte Gemeinderat stimmte im Sommer 2025 der Initiative «Verkehrsmonster Wankdorf stoppen!» des Vereins Spurwechsel zu, der den Widerstand gegen den Ausbau des Anschlusses Wankdorf anführt.
Schon damals machte der zuständige Gemeinderat Matthias Aebischer (SP) klar, dass die Stadt «keine Fundamentalopposition» gegen den Spaghettiteller ergreifen werde. Sich aber dafür einsetzen werde, «das Optimum für die Bevölkerung herauszuholen».
Konkret sind damit zwei Punkte gemeint: Die Stadt verlangt vom Bundesamt für Strassen (Astra) einen Nachweis, dass der Umbau des Anschlusses Wankdorf nicht zu Mehrverkehr führt. Und sie hat eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, mit der untersucht wird, ob die Autobahn zwischen den beiden Allmenden überdacht werden und so die heute zerschnittenen Grünflächen besser verbunden werden könnten.
Empörter Spurwechsel
Die Studie soll Mitte April vorliegen, hält Matthias Aebischer auf Anfrage fest. Bei ihrer Veröffentlichung dürfte klarer werden, ob die Stadtregierung gegen den Umbau des Spaghettitellers kämpfen wird – oder ob sie auf den Tenor von Kanton und Regionalkonferenz einschwenkt. Im Moment scheint es wahrscheinlicher, dass sie sich mit dem Spaghettiteller arrangieren wird.
Für Markus Heinzer, Präsident des Vereins Spurwechsel, wäre das eine grosse Enttäuschung. «Wir sind für diesen Fall vorbereitet und würden Massnahmen ergreifen», hält er auf Anfrage fest. Weil der Gemeinderat damit die Grundsätze der von ihm angenommenen Verkehrmonster-Initiative verriete, würde Spurwechsel laut Heinzer eine Beschwerde beim Regierungsstatthalteramt gegen die Stadtregierung einreichen.
Heinzer sagt, Spurwechsel betreibe nicht Fundamentalopposition gegen jeglichen Autoverkehr. Was man aber sehen müsse: In der Stadt Bern hätten 75 Prozent der Stimmberechtigten Nein zum Autobahnausbau gesagt. Das dürfe nicht ignoriert werden. «Es kann doch nicht sein, dass ausgerechnet wir in der Stadt Bern das Wachstums-Paradigma einfach fortschreiben, dass wirtschaftliche Entwicklung nur mit motorisiertem Zusatzverkehr zu haben ist.»
Aus seiner Sicht wäre das eine moralische Kapitulation – und das ausgerechnet im Wankdorf. Gerade der ESP Wankdorf setze ein ermutigendes Zeichen, dass es anders gehe, findet Heinzer. Dass mehr wirtschaftliche Nutzung möglich sei und der motorisierte Verkehr in den Quartieren dank dem gezielten ÖV-Ausbau und zugunsten des Velo- und Fussverkehrs sogar abnehme.
Seit kurzem vertreibt die Sektion Bern des Verkehrsclubs der Schweiz (VCS), die Mitglied von Spurwechsel ist, eigens designte Wankdorf-Spaghetti. «Pasta statt mehr Strassen: Basta!», steht auf den Spaghetti-Packungen. Sie dürften noch einige Zeit im Sortiment bleiben.
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