Wir feiern

Projektnewsletter #21 – Ein Jahr nach dem Crowdfunding ist die «Hauptstadt» erfolgreich unterwegs, vor allem dank 3900 Hauptstädter*innen. Mit ihnen feiert die «Hauptstadt» am 19. November im Progr.

Hauptstadt-Tasche
Empfiehl uns weiter und hol dir so die «Hauptstadt»-Tasche. (Bild: Simon Boschi)

Vor einem Jahr standen wir mit der Gründungs-Crew des «Neuen Berner Journalismus» mitten im Crowdfunding für die «Hauptstadt». Wir tranken im Altstadt-Restaurant Chun Hee, in das wir uns für einen Monat eingemietet hatten, Dutzende Espressi und diskutierten mit interessierten Berner*innen über Journalismus. Und Ende Oktober 2022, nur gut eine Woche nach dem Crowdfunding-Start, hatten wir schon 2000 Abos verkauft. Wir ahnten: Das Crowdfunding wird ein Erfolg. Und die Zahl der Hauptstädter*innen wuchs seither kontinuierlich. Nun sind es 3900.

Acht Monate nach dem publizistischen Start im März hat unser Profil an Klarheit gewonnen. Wir setzen nicht auf Menge, aber trotzdem auf Vielfalt. Wir wollen nützlich und konstruktiv sein. Deshalb machen wir einen Lokaljournalismus, der versucht, Geschichten so zu erzählen, dass sie nicht nur versteht, wer schon immer in Bern gelebt hat und Zeit hat, ins Detail zu gehen. Das leistet der «Hauptstadt»-Brief, den wir bis jetzt 91 Mal verschickt haben. Wir wissen aus Rückmeldungen, dass dieser dreimal wöchentlich erscheinende, prägnante Überblick über das Geschehen in der Region bei den Abonnent*innen sehr gut ankommt. Namentlich auch bei Leser*innen, die zuvor keinen Zugang zu lokalen Nachrichten gefunden haben. 

Die kuratierten Ausgehtipps im «Bärner Nachtläbe» auf Instagram und unserer Website sind für viele junge und junggebliebene Leser*innen zum unverzichtbaren Orientierungspunkt fürs Wochenende geworden.

Und Mitte November werden wir nicht nur erzählen, was in Bern bis in die Morgenstunden läuft, sondern gleich selber eine Party veranstalten. Am Samstag, 19. November, laden wir die Hauptstädter*innen ein, mit uns in der «Stube» im Progr ein Jahr nach dem Crowdfunding die «Hauptstadt» zu feiern. Gefestet wird von 20 bis 2 Uhr und aufspielen wird unter anderem das DJ-Duo Irié. 

Feiern wollen wir etwa die über 260 Artikel, die mittlerweile auf hauptstadt.be abrufbar sind. Wir haben Schwerpunkte zu Stadtlandwirtschaft und Verkehr publiziert sowie die Kulturinstitution Bühnen Bern in einer Serie durchleuchtet. Die «Hauptstadt» hat zusammen mit dem Progr den ersten Talk «Hauptsachen» veranstaltet und ihr Büro zweimal für eine Woche in eine Agglomerationsgemeinde verlegt, nach Ostermundigen und nach Zollikofen. Im November planen wir, eine Woche in Muri-Gümligen zu arbeiten.

Wir stehen mit unserer täglichen Arbeit für korrekten, fairen, konstruktiven, aber auch hartnäckigen und unbestechlichen Lokaljournalismus.

Hauptstadt-Tasche
Wenn du eine Neu-Abonnent*in anwirbst, schicken wir dir eine «Hauptstadt»-Tasche. (Bild: Simon Boschi)

Auch hinter den Kulissen ist viel gegangen. Wir haben unsere IT-Publikationsplattform – die im Winter innert Rekordzeit aufgebaut wurde – optimiert und auch die Administrationsprozesse so angepasst, dass deine Abo-Erneuerung so einfach wie möglich über die Bühne gehen wird. Bald wird es auch eine App geben, wir halten dich auf dem Laufenden.

Das machen wir alles mit einem Unternehmen, das aktuell neben einer Praktikumsstelle 4,4 Vollzeitstellen umfasst, die sich 9 Mitarbeiter*innen teilen. Auf Oktober wurde das Team ein wenig grösser. Wir haben zusätzlich eine 60-Prozent-Stelle geschaffen, die Carole Güggi übernimmt. Die Berner Politik-Journalistin stösst von Radio Bern (RaBe) zur «Hauptstadt», davor war sie für den «Bund» tätig.

Die ersten acht Monate waren also aufregend, anregend und anstrengend. Und aus unserer Sicht erfolgreich.

Als Hauptstädter*in bist du Teil dieses Erfolgs. Ohne die knapp 4000 Abonnent*innen wäre die «Hauptstadt» eine gute Idee geblieben. Auch dank dir ist sie ein publizierendes Lokalmedium geworden. In Zukunft wird sie erst recht auf Hauptstädter*innen wie dich angewiesen sein. Denn mit 4000 verkauften Abos pro Jahr kann die «Hauptstadt» langfristig nicht überleben. Die Anschubfinanzierung von Stiftungen, die uns in der Startphase unterstützen, ist auf drei Jahre beschränkt. Und da die «Hauptstadt» im Vergleich zu Zeitungsverlagen von keinerlei staatlicher Medienförderung profitiert, muss sie in den kommenden zwei Jahren kräftig weiter wachsen. Das Minimalziel für den langfristigen Betrieb sind 6000 Abonnent*innen. 

Daher machen wir derzeit verstärkt Werbung für die «Hauptstadt», auf Plakaten, in Bernmobil-Fahrzeugen und in Kinosälen.

Wirb auch du für uns und unterstütz uns damit aktiv. Empfiehl die «Hauptstadt» weiter und sichere dir so eine «Hauptstadt»-Tasche. Wer uns per Mail ([email protected]) den Namen einer Neuabonnent*in meldet und seine eigene Adresse angibt, erhält von uns eine «Hauptstadt»-Stofftasche geschenkt.

PS. Die «Hauptstadt» geht mit dem Talk «Hauptsachen» in die zweite Runde. Am 3. November (19.30 Uhr, Aula im PROGR) diskutieren wir über fortschrittliche Migrationspolitik auf lokaler Ebene. In Bern leben rund 1000 Sans-Papiers. Könnte die Stadt das Leben dieser Menschen verbessern, wenn sie mit der City Card eine eigene Identitätskarte einführt? Wie heftig wäre der Konflikt mit den rechtsstaatlichen Regelungen von Kanton und Bund? Wir diskutieren mit einer ehemaligen Sans-Papiers, der Soziologin Sarah Schilliger und dem Co-Leiter des Polizeiinspektorats, Alexander Ott.

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Diskussion

Unsere Etikette
Ruedi Muggli
07. November 2022 um 17:42

Gratulation - und Dank an alle Journis, die sich da so ins Zeug gelegt haben!